„Klare Fahrverbote für Pendlerdurchzugsverkehr auf Gemeindestraßen.“, fordern laut Zeitung die Grazer NEOS. Im Grunde ein vernünftiger Vorschlag. Nur: Bildlich gesprochen, es soll der Verkehrsmist aus den Nebenstraßen auf die Hauptstraßen, gekehrt werden. Dort liegt er dann vor den Haus- und Wohnungstüren der Hauptstraßenbewohner. Und was machen die damit? Die schlechte Luft und den Feinstaub ein Leben lang einatmen und ein paar Jahre früher sterben? Wo bleibt das Konzept, wie das Leben in den Hauptsraßen erleichtert werden kann? Etwa günstige Wohnungen in Nebenstraßen oder wenigstens vier Wochen Urlaub jährlich in guter Luft und dreifach-verglaste Lärmschutzfenster, kostenlos, für die Leute die in den Hauptstraßen wohnen müssen. Lediglich Park and Ride, besserer öffentlicher Verkeher und U-Bahn. Wann kommt sie? Und wer zahlt sie? Können damit in nächster Zeit wirklich die überfüllten Hauptstaßen entlastet werden. Rein wahltaktische Überlegungen etwa in Nebenstraßen wohnen 80%, in Hauptstraßen 20% – wenn wir die 80% haben, können die 20% ruhig wählen wen sie wollen – spielen doch wohl keine Rolle.
Übrigens, Roadpricing – vor vierzig Jahren in Grünen Seiten aktuell – traut sich anscheinend heute kein Politiker, welchen Geschlechts auch immer, in den Mund zu nehmen.
In einer NEOS Aussendung wird insbesondere auch die Sperre des Ruckerlbergs für den Durchzugsverkehr gefordert. Das Thema war schon vor einigen Jahren aktuell, damals meinte unsere jetzige Bürgermeisterin, damals Verkehrsreferentin soweit ich mich erinnere, sie lehne es ab für die Villenbesitzer am Ruckerlberg die vielen Menschen in der Ragnitzstraße zu belasten.
Zum Thema Park and Ride siehe auch: http://www.sanftmobil.at/?p=952
Erwin Lauppert, 27.04.2026